Servus 2026 ...
Jahresgrußwort Marco Schmid
Mit Vorstellungskraft, Handlungswillen und dem Glauben an die eigene Identität in das neue Jahr.
Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres – aber vor allem mitten in einem tiefgreifenden Übergang.
Die Welt, in der Organisationen, Unternehmen und Teams heute wirken, ist nicht nur volatil, unsicher, komplex und ambivalent. Sie ist vor allem eines: konsequent fordernd. Für viele auch überfordernd. Sie fordert Klarheit, Vorstellungskraft, Entscheidungswille und die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten und dennoch handlungsfähig zu bleiben. Viele Organisationen reagieren darauf mit Haltung. Mit Statements, Leitbildern und einem Wertesetting, dass zwar da ist, aber nicht mehr wirklich begeistert und schon gar nicht mehr differenziert. Leitbilder, Werte und co. sind zentral für unsere Arbeit – aber nicht mehr ausreichend, wenn diese wichtigen Elemente nur in der Theorie versickern. Haltung ohne Handlung bleibt folgenlos. Orientierung ohne Übersetzung in tägliches Entscheiden, Führen und Wirtschaften verpufft. In unserer disruptiven und prägenden Weichenstellungszeit genügt es nicht mehr, zu wissen, was man kann oder was man verkauft. Entscheidend ist die ehrliche Antwort auf die Frage "Wer man ist?", "Wofür man steht?" und folgerichtig daraus, wie konsequent man danach handelt.
Genau hier verstehen wir Markenkultur als zentrales Werte- und Steuerungsinstrument. Marke ist für uns kein Kommunikationsprodukt und leeres Versprechen. Kultur kein weicher Faktor. Strategie kein isolierter Managementprozess. Und Design schon gar kein Schönheitsfaktor.
Marke, Mensch und Unternehmenskultur bilden ein zusammenhängendes System, das Orientierung gibt, Entscheidungen lenkt, herbeiführt und Verhalten prägt. Nach innen wie nach außen. Markenkultur übersetzt Werte in Verhalten.
Markenkultur verbindet Sinn, Sein und Spitzenleistung mit Struktur.
Sie macht aus Überzeugungen Handlungslogiken. In Zeiten permanenter Veränderung braucht es nicht noch mehr Programme, Initiativen oder Buzzwords. Es braucht innere Kohärenz. Organisationen, die wissen, wer sie sind, wofür sie stehen und wie sie wirken wollen – und die den Mut haben, daraus klare Entscheidungen abzuleiten: in den Teams, in der Führung, im Miteinander.
Dabei stehen wir auch vor einer größeren Frage:
Wie wollen – und wie müssen – wir künftig wirtschaften?
Die ökonomischen Modelle des 20. Jahrhunderts stoßen im 21. zunehmend an ihre Grenzen. Wachstum um jeden Preis, Effizienz ohne Sinnbezug und kurzfristige Optimierung untergraben langfristige Zukunftsfähigkeit. Wirtschaften muss neu gedacht werden: wertebasiert, verantwortungsvoll und wirksam – für Menschen, Organisationen und Gesellschaft. Wer dieses Ruf der neuen Zeit nicht hört oder bewusst überhört, wird nicht nur den Anschluss an die Märkte verlieren, sondern auch die Menschen im Herzen nicht mehr erreichen. Wir sprechen hier gerne von der wundervollen Wahrhaftigkeit der Wertschätzung, die in den Kern unserer Führungsarbeit zurückkehren muss. Und nein, wir sprechen hier nicht von einem so oft vorgeworfenen Kuschelkurs mit weichen Faktoren. Für uns ist das die harte Währung unserer Zeit. Die individuellen Persönlichkeiten und deren Interessen und Bedürfnisse zu verstehen ist die eine Wahrheit. Die andere ist es, danach zu handeln und die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und sie dorthin zu begleiten, wohin sie möchten. Unser Anspruch ist es, Organisationen dabei zu begleiten, diese Klarheit zu entwickeln und sie in Bewegung zu bringen. Nicht lauter. Sondern stimmiger. Nicht perfekter. Sondern wirksamer.
Wir gestalten mit der individuellen Entwicklung und Aktivierung der Markenkultur ein Management-Tool für einen ganzheitlichen und wirkmächtigen Ansatz. Holokratisch, herzlich, handlungsstark. Das neue Jahr beginnt nicht mit Antworten. Sie beginnt mit den richtigen Fragen.
Und die daraus resultierenden Entscheidungspunkte, um mit voller Konsequenz ins Handeln zu kommen.
Das gesamte #TeamBlack und ich persönlich wünschen unseren Partnern und Freunden des Hauses einen herrlichen Start in das neue Jahr, eine ordentliche Portion Zuversicht und vor allem eine besondere Vorstellungskraft für die Aufgaben und Lösungen, die vor uns liegen.
Servus 2026!
Marco Schmid
Vorstellungskraft
nutzen
Grundüberzeugungen zur Kraft einer
gelebten Markenkultur
1. Marke ist ein Steuerungssystem.
Sie gibt Richtung, priorisiert Entscheidungen und schafft Verlässlichkeit in komplexen Umfeldern. Marke ist das zentrale Managementtool für Entscheider:innen und Führungskräfte.
2. Kultur ist kein Nebenprodukt – sie ist das Betriebssystem.
Was wir dulden, fördern oder ignorieren, formt unsere Organisation stärker als jede Strategie. Unternehmenskulturen entscheiden über die Leistungsbereitschaft engagierten Teams.
3. Haltung braucht Handlung.
Werte entfalten erst Wirkung, wenn sie im Alltag spürbar werden – im Führen, Entscheiden und Wirtschaften. Wer seine Werte nicht alltäglich spürbar lebt, wird sein blaues Wunder erleben.
4. Menschen sind keine Ressourcen, sondern Träger von Sinn und Wirkung.
Organisationen sind soziale Systeme. Kreative Kollektive. Ihre Zukunft entscheidet sich im Zusammenspiel von Mensch, Struktur und Bedeutung. Wer Menschen Kostenfaktor betrachtet, versteht den wahren Wert nicht.
5. Wirtschaften heißt Verantwortung übernehmen.
Für langfristige Wertschöpfung. Für gesellschaftliche Wirkung. Für kommende Generationen. Das neue Wirtschaften braucht neue Denk- und Arbeitsweisen und ein neues "verlernen" unserer alten Regeln.
6. Zukunftsfähigkeit entsteht durch Kohärenz.
Wenn Marke, Kultur und Strategie dasselbe erzählen – und dasselbe tun. Es geht nur, wenn Zusammenhänge gewollt, verstanden und umgesetzt werden.
7. Komplexität verlangt Klarheit, nicht Vereinfachung.
Nicht weniger Realität, sondern bessere Orientierung. Mit unserem Verdichtungssystem fängt es an. Aber es endet mit klaren Enscheidungen entlang der eigenen Markenkultur.
8. Markenkultur ist kein Projekt.
Markenkultur ist eine bewusste, kontinuierliche Entscheidung für Wirkung. Und ein Prozess, der sich immer weiter fortführen lässt. Ein Managementtool für das Daily-Business und die operativen Herausforderungen.

